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Das Google Imperium

Ausgesuchte Hintergründe.
Spannende Details.

Google ist (ohne Übertreibung) eines der interessantesten Unternehmen der Welt: Google produziert nichts und ist trotzdem allgegenwärtig und fix in unserem (digitalen) Leben verankert. Wenn wir den Computer starten, ist Google (zumeist als Startseite) bereits da. Wenn wir etwas wissen wollen, ist Google das Mittel zum Zweck. Und wenn wir selbst im Internet gefunden werden wollen, hoffen wir, dass uns Google besonders gerne hat und ganz vorne reiht (Stichwort SEO). Wie ist es dazu gekommen …?

Eine gute Mission
Die Unternehmens-Mission von Google klingt nicht gerade bescheiden: „Die Informationen dieser Welt organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar machen.“ (Das Google-Credo „Don’t be evil“ geht im aktuellen Expansionskurs leider etwas unter.) Dazu muss man wissen, dass im Google-Gründungsjahr 1998 das Internet und seine Seiten noch sehr unübersichtlich indiziert war. Wer damals wirklich Wert darauf legte, konnte seine Domain und Seite in Katalogen eintragen (lassen) und darauf hoffen, dass die User über die Suche in der entsprechenden Themenrubrik den Eintrag finden würde. Google scheute sich nicht, den scheinbar unmöglichen Weg zu gehen, die Suche im exponentiell anwachsenden Internet zu automatisieren. Ein selbst entwickeltes Katalogsystem sollte Ordnung in das Chaos bringen.

Neuer Algorithmus
War es bei den ersten Suchmaschinen üblich, die Ergebnisse nach der Häufigkeit der Keywords zu reihen (was dem Missbrauch Tür und Tor öffnete), ging Google einen neuen Weg. Es wurden jene Seiten bevorzugt gelistet, auf die in diesem Zusammenhang von anderen verlinkt wird (Backlinks), bzw. die in Verbindung mit den Keywords am häufigsten geklickt wurden – denn diese Seiten dürften wohl am zielführendsten gewesen sein (Pagerank). Das bedeutet aber auch, dass der Mainstream die Richtung vorgibt, was nicht immer im Sinne der Qualitätssicherung ist.

Unternehmens-Mission von Google: „Die Informationen dieser Welt organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar machen.“

Geld durch Ads
Die Google Suche war und ist gratis! Während konventionelle Geschäftsmodelle bares Geld für Resultate verlangen, eröffnet Google den Usern kostenlos die ganze Welt des Internets. Hinter den Kulissen wird allerdings mit Google Ads, den günstigen Kleinanzeigen inmitten der Suchergebnisse, ein Milliardenumsatz lukriert. Rund 97 % des Umsatzes wird mit diesen Schaltungen gemacht. Sie ermöglicht es Unternehmen, extrem zielgenaue Werbung fast ohne Streuverlust zu schalten. Das Besondere daran: anders als in klassischen Medien müssen die kleinen Werbeflächen müssen erst bezahlt werden, sobald sie geklickt werden – das Inserieren selbst ist nicht kostenpflichtig.

Irre Investitionen
Mit dem wirtschaftlichen Wachstum und ausreichend Kapital startet Google (hier vor allem die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin) in neue Bereiche des Alltags. Mittels „Loons“, riesigen Ballonen, die rund 30 km über der Erde schweben, möchte Google die weltweite Internetversorgung sicherstellen. Der Hintergedanke dazu: Internet für alle = Google für alle. Google investiert auch in alternative Energiegewinnung, im Labor gezüchtetes Fleisch sowie in den Abbau seltener Erze auf im Weltall fliegenden Asteroiden. Dass Google federführend bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz ist, versteht sich bei einem innovativen Internetkonzern dieser Größe von selbst …!

Wohin geht Google?
Dass diese Marktstellung nicht überall kritiklos hingenommen wird, versteht sich ebenfalls von selbst. Neben internationalen Verlagshäusern und der EU-Kommission hat in jüngster Zeit auch US-Präsident Donald Trump gegen Google opponiert. Der Grund dafür: Er hat seinen eigenen Namen gegoogelt und dabei hauptsächlich negative Schlagzeilen über sich gefunden. Nun meint er, Google würde die Auswahl absichtlich zu seinen Ungunsten vornehmen – das werde Konsequenzen haben. Wie bereits erwähnt, zeichnet allerdings der Algorithmus dafür verantwortlich: scheinbar sind die negativen Berichte in der Überzahl und werden besonders gerne und oft verlinkt.

DeSight Studio GmbH  |  Wolfgang Zdimal

Dieser Beitrag wurde vom Journalisten und Berufstexter Wolfgang Zdimal im Auftrag der DeSight Studio GmbH verfasst und durch die DeSight Studio GmbH veröffentlicht. Wolfgang Zdimal, welcher seine Geschäfte von Wien, Österreich aus steuert, weist mehr als 20 Jahre Berufserfahrung auf und schreibt unteranderem für die Wirtschaftskammer Österreich, die BAWAG P.S.K. Bank oder eben für die DeSight Studio GmbH.

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